Glossar
Amorphes Silizium (a-Si): Eine sehr dünne Schicht Silizium, die auf ein Substrat (Glas, Metall oder Kunststoff) aufgebracht und in PV-Modulen verwendet wird. Hierbei handelt es sich um eine von mehreren Technologien, mit denen sogenannte Dünnschicht-Photovoltaikmodule hergestellt werden.
BTU: British Thermal Unit – Einheit für Wärmeenergie
Day4-Elektrode: Von Day4 Energy entwickeltes Verfahren zum Kontaktieren und Verschalten von Solarzellen, mit dem das jahrzehntealte Lötbandverfahren auf der Vorderseite des Moduls abgelöst wird. Mit dieser patentierten Elektroden-Technologie werden PV-Module mit höherer Leistungsdichte, längerer Lebensdauer und kompromissloser Ästhetik produziert.
Dünnschicht-Photovoltaikmodul: PV-Module aus dünnschichtigen PV-Zellen. Diese bestehen aus verschiedenen Schichten der Halbleiter a-Si, CdTe oder CIGS, die auf einem Substrat (z. B. Glas) aufgebracht werden.
Einspeisevergütung: Gesetzlich festgelegter Preis, den Energieversorger für erneuerbare Energien bezahlen, die der Endverbraucher in das Versorgungsnetz einspeist. Der Preis liegt über dem tatsächlichen Stromtarif auf dem Markt und kann je nach Größe der Anlage bzw. je nach Anwendung unterschiedlich sein.
Energy Information Administration (EIA): Statistikbehörde des US-Energieministeriums, die politisch unabhängige Daten, Prognosen und Analysen bereitstellt. Mit ihrer Arbeit soll die EIA fundierte politische Entscheidungen, Markteffizienz und öffentliche Aufklärung fördern, insbesondere im Hinblick auf die Wechselwirkung der Bereiche Energie, Wirtschaft und Umwelt.
Erneuerbare Energie: Energie, die aus natürlichen Energieträgern wie Sonne, Wind, Gezeiten, Biokraftstoff, Biomasse oder Erdwärme gewonnen wird und sich auf natürliche Weise nachbildet.
Fossile Brennstoffe: Aus den Kohlenhydraten urzeitlicher Organismen entstandene Brennstoffe (z. B. Öl, Erdgas und Kohle), bei deren Verbrennung CO2 und andere Schadstoffe an die Umwelt abgegeben werden.
Gleichstrom (DC): Elektrischer Strom, der von Batterien und PV-Modulen erzeugt wird.
International Electrotechnical Commission (Internationale Elektrotechnische Kommission, IEC): Die IEC ist eine Non-Profit- und Nichtregierungsorganisation, die als internationales Normierungsgremium Normen für die Bereiche Elektronik und Elektrotechnik entwickelt und veröffentlicht.
Internationale Norm IEC 61215: Die internationale Norm für kristalline Photovoltaikmodule (PV-Module). Die Norm beschreibt die Anforderungen der IEC für die Qualifizierung und Typenzulassung von Photovoltaikmodulen für den Langzeitbetrieb im Freien. Bei den Qualifikationstests werden die elektrischen und thermischen Eigenschaften von Modulen bestimmt. Anhand der Tests soll – innerhalb eines zumutbaren Zeit- und Kostenrahmens – festgestellt werden, ob das getestete Modul den Langzeiteinflüssen bestimmter, im Umfang beschriebener klimatischer Bedingungen standhält. Die tatsächliche Lebensdauer der auf diese Weise qualifizierten Module hängt von der Konstruktion, den Umwelteinflüssen und den Betriebsbedingungen ab.
Kilowatt (kW): Ein Kilowatt entspricht 1.000 Watt Leistung.
Kilowattstunde (kWh): Kilowattstunde ist die Arbeit bzw. Energieeinheit, die einer Leistung von 1.000 Watt für die Dauer einer Stunde entspricht.
Kristalline Silizium-Photovoltaikmodule: PV-Module, die aus monokristallinen oder polykristallinen Silizium-Photovoltaikzellen bestehen.
Löten: Verfahren zum Verbinden zweier Metalle durch Verschmelzen mit einem dritten Metall bzw. einer Legierung, die einen relativ niedrigen Schmelzpunkt hat.
Megawatt (MW): Ein Megawatt entspricht 1.000.000 Watt Leistung.
Monokristallin: Ein krystalliner Feststoff, dessen Bausteine bis zu den Außenkanten hin eine einheitliche und ungebrochene Kristallstruktur bilden. In einem monokristallinen Feststoff sind keinerlei Korngrenzen (Gitterfehler) vorhanden.
Net-Metering-Programme (Nettomessung): Gesetzliche Programme (z. B. in den USA, Kanada und Australien), bei denen sich die Verbraucher den Überschuss an selbst erzeugtem PV-Strom vom Versorger auf die eigene Verbrauchsrechnung gutschreiben lassen können.
Netz: Stromversorgungsnetz, das u. a. aus Elektrizitätsleitungen und Anschlüssen besteht.
Netzgekoppelte Anlagen: PV-Anlagen, die am Versorgungsnetz angeschlossen sind und in die der erzeugte Strom gespeist wird.
Netzkopplung: Verbindung des PV-Systems oder eines anderen Generators mit dem Versorgungsnetz, sodass der erzeugte elektrische Strom in das Elektrizitätsnetz eingespeist und an andere Verbraucher weitergegeben werden kann.
Photovoltaik (PV): Technologie zur Umwandlung von eingestrahltem Sonnenlicht in elektrischen Gleichstrom, die üblicherweise mit Halbleitermaterialien wie Silizium umgesetzt wird.
Polykristallin: Feststoffe, die aus zahlreichen Kristalliten unterschiedlicher Größe und Orientierung (Textur) bestehen. Die Textur kann zufällig oder z. B. durch Wachstums- und Prozessbedingungen gesteuert sein.
PV-Anlage: Ein System aus einem oder mehreren PV-Modulen, die zusammen mit anderen Anlagenkomponenten wie Batterien und Wechselrichtern montiert und elektrisch verschaltet sind, um elektrischen Strom zu erzeugen bzw. zu speichern.
PV-Anlagenbetreiber: Firma oder Person, die eine PV-Anlage betreibt (z. B. ein Versorgungsunternehmen oder ein unabhängiger Energieerzeuger).
PV-Modul: Komplette Einheit zur Erzeugung von elektrischem Strom, die aus den verschalteten und vor Umwelteinflüssen verkapselten PV-Zellen besteht.
PV-Systemintegrator: Firma, die im Auftrag von PV-Anlagenbetreibern PV-Anlagen baut.
PV-Zelle: Halbleiterkomponente in einem PV-Modul, die bei Einstrahlung von Sonnenlicht elektrischen Strom erzeugt.
Renewable Portfolio Standards (Gesetze für erneuerbare Energien): Gesetze in bestimmten US-Bundesstaaten, die den Energieversorgern vorschreiben, einen bestimmten Anteil ihrer gesamten Elektrizität aus erneuerbaren Energien zu liefern. In manchen Bundesstaaten muss ein Anteil der erneuerbaren Energien aus PV-Anlagen stammen.
Silizium-Wafer: Dünne Scheibe aus monokristallinem Halbleitermaterial, die zur Fertigung von Halbleiterkomponenten (z. B. integrierte Schaltkreise, PV-Zellen) verwendet wird.
Solarenergie: Von der Sonne zur Erde abgestrahlte Energie.
TÜV Rheinland Group (TÜV): Die TÜV Rheinland Group ist ein Dienstleistungsunternehmen, das die Sicherheit und Qualität von Produkten überprüft. Das Unternehmen bietet in Nordamerika, Europa und Asien umfassende Test- und Zertifizierungsdienste an. Mit den Dienstleistungen hilft das Unternehmen den Herstellern bei der Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsstandards.
UL 1703: Von UL festgelegte Norm für die Sicherheit von Photovoltaikmodulen. Bei der Konformitätsprüfung des PV-Moduls gemäß UL 1703 werden Produktkonstruktion, Sicherheitswerkstoffe und Herstellungsprozesse bewertet.
Underwriters Laboratories (UL): Anbieter von Produktsicherheits- und Zertifizierungstests. Produkte, die die strengen Sicherheitsprüfungen bestehen, werden bei dem Unternehmen registriert und dürfen das UL-Kennzeichen tragen.
Watt (W): SI-Einheit für elektrische Leistung. Eine herkömmliche Glühlampe hat z. B. eine Leistung von 40, 60 oder 100 Watt, d. h., sie nimmt diese Leistung auf, wenn sie leuchtet.
Wirkungsgrad: Die Effizienz einer bestimmten Technologie bei der Umwandlung eines Energieträgers in eine nutzbare Energie. Bei einer Photovoltaikzelle gibt der Wirkungsgrad an, welcher Prozentsatz der Energie des eingestrahlten Lichts in elektrische Energie umgewandelt wird. Beim Photovoltaikmodul gibt der Wirkungsgrad an, welcher Prozentsatz der Energie aus absorbiertem Licht – bezogen auf die Gesamtfläche des PV-Moduls – in elektrische Energie umgewandelt wird.
Wp: Abkürzung für „Watt peak“. Einheit für die Nennleistung der PV-Module unter Standardtestbedingungen bei festgelegter Lichteinstrahlung.
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